letzte Änderung:

22.10.2002

Informationen aus meiner Kleintier-Praxis
Seite 02

 Tierärztlicher Rat

 Tierhaltung / Tierschutz

Tierschutz-Hunde-Verordnung vom 2.5.2001 (Download pdf)
Elektronische Tiermarkierung

"Verhütungsmittel" für Vierbeiner

Vom Umgang mit Haustieren an Sylvester

Tiere auf dem Gabentisch

Arzneimittel für Tiere

Teebaumöl– Hausmittel oder Gift?

Futtermittel für Hund und Katze

Zahnhygiene bei Haustieren

S.M.I.L.E. – Tierbesitzer lächeln mehr

Charakterprofile verschiedener Hunderassen

An den Maulkorb gewöhnen

 Typische Krankheiten

Impfungen bei Hund und Katze
Tollwut

Toxoplasmose

Vorsicht Hautpilze

Fuchsbandwurm -  Infektionsgefahr für Mensch und Haustier

Zecken als Infektionsüberträger - Schutzmaßnahmen zu  Hause und im Urlaub

Flohzirkus

Zahnhygiene bei Haustieren

Frostschutzmittel - Tödlicher Cocktail für Hund und  Katze

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Impfschutz für Vierbeiner

Vorbeugende Impfungen sind die einzige Möglichkeit, Seuchenausbrüchen bei Hunden und Katzen entgegenzutreten. Hunde werden üblicherweise gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, und Zwingerhusten geimpft. Katzen können durch Impfung vor Tollwut, Katzenseuche und -schnupfen, feliner Leukose und feliner infektiöser Peritonitis geschützt werden.


Die Impfung bewirkt im Körper eine Immunreaktion, die zu einer erhöhten Infektionsabwehr führt. Bei der aktiven Immunisierung werden abgeschwächte oder abgetötete Viren injiziert, die die Bildung von              Antikörpern gegen den Krankheitserreger bewirken. Bei der passiven Immunisierung erhält der Impfling eine Antikörperinjektion als Sofortschutz. Eine stabile Immunprophylaxe  kann damit aber nicht erreicht werden.

Pauschal läßt sich sagen, daß Hunde- oder Katzenwelpen im Alter von sieben bis neun Wochen das erste Mal und mit zehn bis zwölf Wochen das zweite Mal aktiv immunisiert  werden sollten. Ausnahmen von dieser Regel entscheidet der Tierarzt im Einzelfall. Diese sogenannte Grundimmunisierung muß jährlich aufgefrischt werden, damit der Impfschutz erhalten bleibt. Die Entwicklung von Kombinationsimpfstoffen hat dazu geführt, daß mit sehr wenigen Injektionen allen Infektionen vorgebeugt werden kann. Eine Ausnahme stellt die Impfung der Katze gegen die feline infektiöse Peritonitis dar. Sie erfolgt nicht durch eine Injektion sondern durch die Verabreichung des Impfstoffes über die Nasenschleimhäute.

Für Auslandsreisen ist die Tollwutschutzimpfung von besonderer Bedeutung, da ohne sie oft kein Grenzübertritt möglich ist. Sie wird - wie alle anderen Impfungen auch - durch den Impfpaß belegt.

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Tollwut

Die Tollwut ist eine virusbedingte  Infektionskrankheit, die durch den Speichel  infizierter Tiere, in der Regel durch Biß oder Kratzen übertragen wird. Intakte Haut kann vom Tollwut-Virus nicht durchdrungen werden.
Nahezu alle Säugetiere und auch Vögel können  an der Tollwut erkranken. Sie wird vornehmlich durch Fleischfresser übertragen, an erster  Stelle steht der Fuchs.
Seit einigen Jahren wird versucht, den Fuchs  durch eine Schluckimpfung zu schützen. Dabei  wird der Impfstoff von den Tieren mit ausgelegten Hühnerkopfködern aufgenommen.
Die Gefährlichkeit der Tollwut liegt darin, daß sie als sogenannte "Zooanthroponose" vom Tier auch auf den Menschen übertragen werden kann.
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem  Biß durch ein infiziertes Tier bis zum Auftreten  erster Krankheitszeichen beträgt zwischen acht Tagen und zwei Monaten. Auch längere Inkubationszeiträume sind möglich.
Infizierte Tiere verändern ihr Verhalten, werden  nervös, scheu, haben Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluß. Im weiteren  Verlauf der Krankheit werden die Tiere aggressiv, beißen und schnappen nach   Artgenossen und Menschen. Kurz vor ihrem Tod, der nach kurzem Krankheitsverlauf folgt, treten hochgradige Lähmungserscheinungen  auf.
Eine Therapie der Tollwut ist nicht möglich. Umso wichtiger ist es, Hunde und Katzen durch eine vorbeugende Impfung zu schützen, die im Impfpass eingetragen wird und mit der auch ein Grenzübertritt ins Ausland erlaubt ist, sofern keine anderslautenden Einfuhrbestimmungen oder Quarantäne vorgeschrieben sind.
Die Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten
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Zecken als Infektionsüberträger

                        Schutzmaßnahmen für Hund und Katze - zu  Hause und im Urlaub
                        Von März bis Oktober haben sie in Deutschland Saison - Zecken und ihre Entwicklungsstadien. In Gräsern, Büschen und Sträuchern der Laub- und Mischwaldareale lauern sie auf eine Blutmahlzeit.Ihre Opfer, Vögel, Säugetiere und den Menschen, schädigen sie nicht allein durch Blutentzug. Bis zu 20 Prozent dieser Parasiten sind mit dem Erreger der sogenannten Lyme-Borreliose infiziert, den sie beim Saugakt mit abgesondertem Speichel auf ihren Wirt übertragen.
                        An der Lyme-Borrelliose, einer bakteriellen Infektion, können Mensch und Hund erkranken.Gelenkentzündungen mit schmerzenden Gliedmaßen und Bewegungsstörungen sowie
zeitweiliges Fieber mit gestörtem Allgemeinbefinden kennzeichnen das Krankheitsbild. Bei Katzen sind die Krankheitsanzeichen noch wenig bekannt. Doch auch ihr Abwehrsystem muß sich mit dem Erreger auseinandersetzen. Dies zeigen Blutuntersuchungen, die auch zur Diagnose der
Erkrankung durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt bei Mensch und Tier durch Antibiotika, die über mindestens 14 Tage verabreicht werden müssen.

                        Zur Verminderung des Infektionsrisikos sollten Hunde und Katzen nach jedem Freilauf gründlich abgesucht und von den drei bis vier Millimeter großen, schwarz oder braun gefärbten Zecken befreit werden. Haben die Blutsauger ihre Opfer erreicht, sind sie oft mehrere Stunden auf der Wirtsoberfläche unterwegs, um eine geeignete Ansaugstelle zu finden. Bevorzugt werden gefäßreiche, dünnhäutige Stellen an Kopf, Hals, Schulter und Achsel. Auch bereits in der Haut verankerte Zecken können noch erfolgreich an der Erregerübertragung gehindert werden. Die Speichelsekretion beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen. Mit einer speziellen
Zeckenzange lassen sich die Insekten erfassen und  unter sanftem Zug aus der Haut drehen. Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl abtöten, denn gerade im Todeskampf setzen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel ab.

                        Neben der manuellen Zeckenabwehr kommen in der tierärztlichen Praxis speziell gegen Zecken gerichtete Wirkstoffe zur Anwendung. Diese Arzneimittelzubereitungen in Form von
Tropflösung oder Spray können Haustiere in zeckenreichen Arealen wirksam schützen.

                        Wer mit seinem Hund eines der Mittelmeerländer, Norditalien, die Südschweiz oder Ungarn bereisen will, sollte die Zeckenbekämpfung ganz oben auf den Urlaubsplaner setzen. In diesen Ländern wird der Erreger der Babesiose durch Zecken übertragen. Im Mittelmeerraum ist zudem eine Doppelinfektion mit dem Erreger der Ehrlichiose  möglich. In beiden Fällen handelt es sich um Blutparasiten, die ein bis drei Wochen nach der Übertragung Fieberschübe mit gestörtem
Allgemeinbefinden, Blutarmut und Blutharn auslösen können. Im fortgeschrittenen Krankheits- stadium entsteht Blutarmut. Treten  solche Krankheitszeichen nach einer Urlaubsreise auf, sollte der behandelnde Tierarzt auf den  vorangegangenen Auslandsaufenthalt aufmerksam gemacht werden.

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Flohzirkus

    Ein Floh im Fell! Das kann dem gepflegtesten  Hund, der edelsten Katze passieren. Wird er gleich                entdeckt und eliminiert, ist das Problem gebannt. Oft aber entwickelt sich nur all zu rasch ein wahrer                Flohzirkus, der für Tier und Mensch zur Plage wird.


    Mit Flohhalsband, Spray, Puder oder Shampoo wird dann emsig an der Fellfront gekämpft, doch nicht
immer wollen die Lästlinge weichen. Nur zum Teil liegt dies daran, daß sich resistente Flohstämme von bestimmten chemischen Keulen nicht mehr erschlagen lassen. Oft ist die gewählte Zubereitung für das betreffende Tier nicht geeignet oder sie wird nicht im vorgeschriebenen Zeitabstand angewandt. Wichtig ist, daß das Präparat jede Körperstelle erreicht. Mit Tropflösungen, deren Wirkstoff über den Blutweg in der gesamten Haut verteilt wird, ist dies gerade bei langhaarigen und großen Fellgenossen zuverlässiger zu erreichen als mit Sprays oder Puder. Ein wesentlicher Aspekt  erfolgreicher Flohbekämpfung ist die Einbeziehung der Tierumgebung. Flöhe sind temporäre Parasiten, die sich nur zur Blutmahlzeit auf dem Wirt
einfinden. Rund 90 Prozent der erwachsenen Flöhe und ihrer Brut halten sich in Bodenritzen, Teppichen       und je nach Erziehungsprinzip auch in den Betten der Tierbesitzer auf. Werden sie dort nicht  zuverlässig ausgerottet, kommt es zu ständigem Neubefall, der jede Flohbekämpfung am Tier zur Makulatur werden läßt.
    Das Bodenreservoir kann mit Insektenvernichtern in Form von Umgebungssprays und Raumverneblern    bekämpft werden. Viele Präparate können jedoch  nur die ausgewachsenen Flöhe erreichen und lassen ihre Brut unbehelligt. Sie müssen daher in regelmäßigen Abständen angewandt werden, um die nachwachsenden Flohgenerationen abzutöten. Es wurden deshalb biochemische Wirkstoffe entwickelt, die auch den Entwicklungszyklus der Flohbrut unterbrechen können. Die chemische Behandlung von Wohnräumen sollte grundsätzlich sparsam und gezielt und unter strikter tierärztlicher Anleitung erfolgen. An der Bodenfront sollte deshalb auch mit intensiven mechanischen  Reinigungsverfahren gekämpft werden. Wirkungsvoll ist der tägliche Staubsaugereinsatz, wenn der Staubfangbeutel etwas Flohpuder enthält und häufig gewechselt wird. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Stammliegeplätze von Hund und Katze mit  waschbaren Textilien auszulegen und diese in kurzen Abständen zu waschen. Wer ohne chemische Raumbelastung auskommen will, kann nun auch auf eine hormonelle Bekämpfungsstrategie setzen. Den Haustieren wird ein Präparat verfüttert, das sich in deren Blut anreichert. Flohweibchen, die den Wirkstoff mit ihrer  Blutmahlzeit aufnehmen, können keine     entwicklungsfähigen Eier produzieren. Die  Anwendung ist für den Menschen und seine Haustiere völlig nebenwirkungsfrei.Grundsätzlich sollte nicht vergessen werden, daß ein massiver Flohbefall bei Haustieren meist auch eine Bandwurminfektion nach sich zieht. Infizierte Flöhe übertragen die Bandwurmeier, wenn sie von Hund oder Katze zerbissen und abgeschluckt  werden. Der Tierarzt kann die Bandwurminfektion im        Kot nachweisen und gezielt behandeln.

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Vorsicht Hautpilze

Fast alle Haus- und Nutztierarten können von Hautpilzen befallen werden. Die mikroskopisch kleinen Organismen siedeln sich im Fell und auf der Haut an und erzeugen Tausende von  Pilzsporen, die der Weiterverbreitung dienen.  Sowohl durch direkten Kontakt als auch durch Pflegeutensilien, Futtermittel, Decken und andere Gegenstände kann die Erkrankung von Tier zu Tier, vom Tier auf den Menschen und     vom Menschen aufs Tier übertragen werden.


Bei erkrankten Tieren finden sich als typische  Hautveränderungen kreisrunde haarlose Stellen, hauptsächlich am Kopf, am Hals, in  Ohrnähe oder an den Gliedmaßen. Sie sind mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin mit einem roten,  entzündeten Randsaum begrenzt. Teilweise    können diese Veränderungen mit deutlichem  Juckreiz verbunden sein.
An derart vorgeschädigten Hautstellen haben auch Bakterien leichtes Spiel und können das Krankheitsbild deutlich komplizieren. Darüber hinaus gibt es auch atypische Verlaufsformen,  die je nach Tierart, Pilzart und Abwehrlage des Tieres variable Hautveränderungen hervorrufen. Deshalb sollten alle Tiere mit deutlichen Hautveränderungen frühzeitig  tierärztlich untersucht werden. Da auch nicht übertragbare Hautkrankheiten vergleichbare Krankheitsbilder zeigen können, ist zur Diagnose in aller Regel eine Laboruntersuchung erforderlich.
Beim Menschen beginnt die Erkrankung mit einem rötlichen, linsengroßen schuppigen und juckenden Fleck, meist an Unterarmen, Beinen oder im Gesicht, der nach außen wächst,  während die Mitte abheilt. Bleibt die Erkrankung  unbehandelt, entstehen zahlreiche solcher  Herde, die landkartenartig zusammenfließen können. Am behaarten Kopf können rundliche,  kahle, grauweiß beschuppte Flecken entstehen.
Zur Behandlung bei Tier und Mensch stehen  pilz- und sporenabtötende Salben, Lotionen, Sprühlösungen und Tabletten zur Verfügung. Die Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Vorbeugend sollte auf besondere Hygiene im Umgang mit hauterkrankten Tieren geachtet werden.

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Fuchsbandwurm

Infektionsgefahr für Mensch und Haustier
Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt. Neben Kleinnagern, die immer in die Infektionskette einbezogen sind, können auch Katzen, in selteneren Fällen Hund und Mensch betroffen sein.     Der geschlechtsreife, nur wenige Millimeter lange Bandwurm lebt im Dünndarm eines Endwirtes. Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.
Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab. Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. So gelangt die
Bandwurmfinne in den Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.

Auch Hunde und Katzen können infizierte  Mäuse fressen. Sie werden dann genau wie der Fuchs zu Endwirten, in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm parasitiert. Krankheitserscheinungen, wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurminfektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, daß die Tiere zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden und ihr Kot - ebenso wie der des Fuchses - Ansteckungsquelle für
den Menschen sein kann.

Der Mensch muß Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist er  ein Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht an einen Endwirt weitergeben kann. In seinen Organen findet aber - wie bei echten Zwischenwirten - eine Finnenentwicklung statt. Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen,  das diese Organe weitgehend zerstört. Für den  Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich. Eine Heilung ist kaum möglich.

Die Vermeidung von Infektionsrisiken ist besonders wichtig. Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch eine gefährliche Ansteckungsquelle für den    Menschen. Sie sollten niemals ungewaschen gegessen werden.

Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die das Fell in der  Afterregion berührt haben, dürfen nicht  ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten Hunde und Katzen, die in der Nähe von  Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt  verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm besonders wirksames, rezeptpflichtiges     Medikament. Die Darmparasiten sterben  dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen.Quelle: BPT zurück

Eine Pressemeldung zum Thema:

Reihenuntersuchungen: Dem Fuchsbandwurm auf der Spur (18.10.2002)

Kreis Ravensburg / Leutkirch (aho) - Der Fuchsbandwurm ist im Kreis Ravensburg nach wie vor ein Thema. Betroffen davon sind längst nicht mehr nur Landwirte oder Jäger, da Füchse in den Innenstädten inzwischen so heimisch sind wie im Wald. "Wir müssen heute mit einem etwa zehnfach höheren Infektionsrisiko für uns Menschen rechnen als noch vor zehn Jahren", erklärte Landrat Kurt Widmaier bei einer Pressekonferenz im Leutkircher Rathaus den anwesenden Presevertretern. Um das tatsächliche Gefahrenpotential einzugrenzen führt das Ravensburger Landratsamt derzeit deshalb zusammen mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, der Universität Ulm und der Stadt Leutkirch eine entsprechende Studie durch bei der 4000 zufällig ausgewählte Bewohner der Leutkircher Kernstadt zwischen 04. und 30 November untersucht werden sollen. Die vorgesehenen Untersuchungen umfassen drei Teile: eine Befragung, die mögliche Einflussfaktoren auf die Fuchsbandwurmerkrankung klären soll, eine Blutuntersuchung und schließlich eine Ultraschall-Untersuchung des Oberbauches.

Der Kleine Fuchsbandwurm ist ein Darmparasit des Fuchses. Infizierte Füchse scheiden mit der Losung (Kot) Bandwurmeier aus und sorgen damit für die Entstehung neuer Bandwürmer im Rahmen eines speziellen Entwicklungskreislaufes. Die Bandwurmeier werden durch Feldmäuse aufgenommen, in denen sich die Zwischenform (Finne) eines neuen Bandwurmes entwickelt. Werden finnenhaltige Mäuse vom Fuchs gefressen, schließt sich der Entwicklungskreislauf und im Fuchs entwickelt sich ein neuer Bandwurm.
Neben dem Fuchs können auch Hunde und Katzen einen Fuchsbandwurm in ihrem Darm entwickeln, wenn sie finnenhaltige Mäuse gefressen haben. Diese Haustiere scheiden dann ebenfalls Bandwurmeier mit dem Kot aus und sorgen damit für deren Verbreitung in der häuslichen Umgebung. Da die Eier mikroskopisch klein sind, können sie mit bloßem Auge nicht festgestellt werden. Es besteht daher die Möglichkeit, dass sie bei Kontakt des Menschen mit den genannten Tierarten völlig unbemerkt auf die menschliche Hand gelangen können. Besitzer von Hunden und Katzen sollten ihre Tiere deshalb regelmäßig - mindestens viermal jährlich - mit einem gegen Bandwürmer wirksamen Mittel entwurmen.

Der Mensch kann sich seinerseits durch die orale Aufnahme von Bandwurmeiern,die sich auf den Händen befinden, infizieren. Dann entwickelt sich in der Leber eine Bandwurmfinne. Die einsetzende Erkrankung verläuft schleichend und zunächst weitgehend unbemerkt, wobei immer weitere Teile der Leber befallen werden. Wird die menschliche Infektion mit dem Fuchsbandwurm festgestellt, was über Blutuntersuchungen möglich ist, kann die Erkrankung nicht ausgeheilt sondern lediglich durch die Dauereinnahme bestimmter Medikamente verlangsamt werden.

Quelle: AHO zurück

Elektronische Tiermarkierung

Sommerzeit ist Reisezeit. Da steht auch für viele Vierbeiner ein  Ortswechsel an, wenn sie mit Herrchen und Frauchen ins Urlaubsdomizil reisen oder für die Urlaubszeit bei Freunden, Verwandten oder in einer Tierpension leben sollen. Katzen werden durch eine fremde Umgebung stark irritiert und auch so mancher Hund fühlt sich in einer neuen Umgebung nicht auf Anhieb wohl. Ausreißversuche sind daher keine Seltenheit. Damit solche Abenteuer ein glückliches Ende finden, sollten Tierbesitzer rechtzeitig vorsorgen. Mit einer gut lesbaren Tiermarkierung wird die Voraussetzung geschaffen, daß Fundtiere ihren Besitzern zurückgegeben werden können.


Neben der herkömmlichen Tätowierung im Ohr oder an der Schenkelinnenseite bietet die moderne Tiermedizin ein sehr zuverlässiges elektronisches Kennzeichnungssystem, das nach einem internationalen Standard arbeitet und auch jenseits der Landesgrenzen eine sichere Identifizierung und Rückführung ermöglicht. Den Tieren wird ein reiskorngroßer, sogenannterTransponder unter die Haut injiziert, der aus einem Mikrochip in einer bruchsicheren Glashülse besteht. Der Datenträger ist mit einer weltweit nur einmal vergebenen Codenummer programmiert, die mit einem speziellen Lesegerät sichtbar gemacht
werden kann. Zur Registrierung meldet der Tierarzt die Identifikationsdaten an eine zentrale Tierregistrierungsdatei, die dann im Ernstfall die Besitzeradresse auf Knopfdruck ermitteln kann.
Das elektronische Markierungsverfahren ist im Gegensatz zur herkömmlichen Tätowierung fälschungssicher und bleibt ein Tierleben lang leicht ablesbar. Da keine Narkose erforderlich ist, kann es bereits im Welpenalter durchgeführt werden. Dank moderner Medizintechnik ist der Transponder absolut gewebeverträglich und für das Tier nicht spürbar. Eine Verankerungshülse verhindert, daß das Implantat unter der Haut wandert.

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Arzneimittel für Tiere

                      Was man darüber wissen sollte!

              Tierärztliche Hausapotheke
                      Arzneimittel für Tiere bekommt man in der Regel vom Tierarzt. Tierärzte dürfen Medikamente nicht nur verschreiben, sondern sind aufgrund ihres Fachwissens berechtigt, eine Praxisapotheke zu führen und daraus Fertigarzneimittel abzugeben oder auch selbst Medikamente herzustellen. Dies ist sinnvoll, damit  spezielle Arzneizubereitungen für Tiere im Behandlungsfall sofort verfügbar sind.
              Verschreibungspflicht
                     Die meisten Tierarzneimittel sind verschreibungspflichtig und dürfen in der Apotheke nicht ohne tierärztliches Rezept  abgegeben werden. Die Rezeptpflicht dient dazu, den bestimmungsgemäßen Gebrauch der zum Teil hochwirksamen Substanzen zu sichern, um gesundheitliche Schäden z.B. durch mögliche Neben- wirkungen bei Mensch und Tier zu vermeiden.  Wer sich verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept  verschafft, handelt nicht zum Wohle seines Tieres, sondern grob fahrlässig.
            Bestimmungsgemäßer Arzneimitteleinsatz bei Tieren
                      Mit seiner Diagnose leitet der Tierarzt die gezielte medikamentelle  Behandlung ein. Sie muß vom Tierarzt individuell festgelegt  werden und hängt von Tierart, -alter, Gewicht und Zustand des  Tieres ab. Je kleiner die Tierart, desto rascher der Stoffwechsel  und umso kürzer die Verweildauer des Medikamentes im Körper.Diese Regel bestimmt Dosis und Anwendungshäufigkeit eines Medikamentes. Darüber hinaus müssen tierart- und rassespezifische Unterschiede in der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten berücksichtigt werden.
                    Selbstmedikation
                      Die Anwendung von Arzneimitteln ohne tierärztliche Diagnose und Verordnung ist grob fahrlässig und kann ungeahnte Folgen haben:


wenn Krankheitssymptome vom Tierbesitzer falsch gedeutet werden,
wenn eine als harmlos eingestufte Erkrankung mit zu schwachen Mitteln behandelt und verschleppt wird
wenn gegen eine harmlose Erkrankung mit zu drastischen Mitteln vorgegangen wird
wenn Humanmedizinische Präparate eingesetzt werden, die für Tiere unverträglich sind
wenn Dosierungen aus der Humanmedizin aufs Tier übertragen werden.
wenn Tierarzneimittel nicht tierartspezifisch eingesetzt  werden.
Ein nicht fachmännisch eingesetztes Medikament  schadet mehr als es nützt.

                      Arzneimittelunverträglichkeit
 Anzeichen einer Arzneimittelunverträglichkeit können sein:


                           Durchfall
                           Erbrechen
                           Absonderung von Schleim oder Schaum aus Maul und/oder
                           Nase
                           Atemnot
                           Anschwellungen im Kopfbereich und an den
                           Kopfschleimhäuten
                           Torkelnder Gang

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Futtermittel für Hund und Katze

Hund und Katze zählen zu den Fleischfressern, den Carnivoren. Diese Bezeichnung ist jedoch insofern irreführend, als nicht nur das Fleisch  der Beutetiere gefressen wird, sondern das  gesamte Beutetier "mit Haut und Haaren" als Nahrungsquelle dient. Auf diese Weise werden alle lebenswichtigen Nährstoffe mit der Beute aufgenommen. Dazu zählen unter anderem die im Fell und den Knochen enthaltenen Mineralstoffe sowie pflanzliche Bestandteile, die in der Regel im Magen der Beutetiere zu finden sind.
Eine Futterration, die nur aus Fleisch besteht ist demnach nicht als vollwertig anzusehen. Der Energiebedarf von Hund und Katze im Erhaltungsstoffwechsel variiert erheblich und ist abhängig vom Lebensalter, der       Bewegungsintensität, der Haarlänge und  -dichte, vom Umfang der Fettpolster in der Unterhaut, den Haltungsbedingungen und bei weiblichen Tieren auch von einer eventuellen Trächtigkeit.

Als Fertigfuttermittel stehen drei Kategorien zur Verfügung: Feuchtfutter mit einem Wassergehalt von 70 bis 80 Prozent, das in  Dosen oder Schalen angeboten wird; Trockennahrung, der bis zu 90 Prozent des Wassergehaltes entzogen wurde und die in Form von Flocken oder Pellets im Handel ist; Halbfeuchtfutter, dessen Wassergehalt durch Hinzufügen von wasserbindenden Stoffen  zwischen 14 und 30 Prozent liegt und das zu  elastischen stang-, ring- oder würfelförmigen  Produkten verarbeitet wird.

Alle drei Kategorien sind ernährungsphysiologisch ausgewogene Alleinfuttermittel, die sich hauptsächlich im
Wassergehalt (der teuer mitbezahlt werden muß) unterscheiden. Daneben gibt es eine Reihe von sogenannten Ergänzungsfuttermitteln, die, wenn sie eiweißreich sind (z.B. Trockenfleisch) mit Getreide in Form von Haferflocken oder Reis ergänzt werden müssen, oder wenn sie kohlenhydratreich sind (z.B. Getreideflocken) zum Vermischen mit Fleisch oder  Schlachtabfällen gedacht sind, um eine vollwertige Mahlzeit zu ergeben.

Wie gerne ein bestimmtes Futtermittel von Hund oder Katze angenommen wird, hängt von verschiedenen Sinneseindrücken wie Geruch und Geschmack ab. In der Beliebtheitsskala rangiert in der Regel das Feuchtfutter vor dem Halbfeuchtfutter und der Trockennahrung. Dies liegt hauptsächlich daran, daß in           Feuchtnahrung die appetitfördernden Geruchs-  und Geschmacksstoffe eher wirksam werden.

Nahezu unüberschaubar ist das Angebot an sogenanntem Beifutter. Es ist in Form von Bisquits, Streifen, Brocken, Röllchen usw. erhältlich und für die Tiere besonders wohlschmeckend. Dies bedeutet jedoch
keinesfalls, daß es besonders "gesund" ist oder als Alleinfutter verabreicht werden sollte. Es eignet sich als Belohnungshappen zur  Erziehungshilfe oder um den Kautrieb zu  befriedigen. In der täglichen Energiebilanz
müssen solche Beigaben berücksichtigt  werden.

Ein Wort zur umstrittenen Knochenfütterung an  Hunde. Stark splitternde Knochen von Wild und Geflügel dürfen nicht verfüttert werden. Aber auch die Verfütterung von Schweine- oder Rinderknochen birgt Gefahren: Knochenteile oder ganze kleinere Knochen können, wenn sie hastig abgeschluckt werden, in der Speiseröhre  stecken bleiben oder zu einem Darmverschluß führen. Häufige Begleiterscheinung einer        Knochenmahlzeit ist die Veränderung der Kotkonsistenz. Der Kot wird "knochenhart" und kann nur unter Schmerzen oder schlimmstenfalls gar nicht abgesetzt werden. Solche Tiere können dann nur noch durch
tierärztliche Hilfe von diesem Ballast befreit werden. Unbestritten ist die gebißreinigende  Wirkung von Knochengaben. Dieser Effekt ist  jedoch gefahrloser durch die Gabe von handelsüblichen Büffelhautknochen zu erreichen.

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"Verhütungsmittel" für Vierbeiner

Operation, Pille oder Injektion
 Wer eine Hündin oder Kätzin hält, wird früher oder später entscheiden müssen, ob er bei seinem Tier das Risiko einer unerwünschten Trächtigkeit in Kauf nimmt oder Maßnahmen ergreifen möchte, die den Sexualzyklus vorübergehend oder entgültig unterbinden. Hündinnen werden in der Regel zweimal im Jahr läufig. Das ist der Zeitabschnitt des Sexualzyklus, in dem die Hündin gedeckt werden kann. Bei Kätzinnen tritt die sogenannte Rolligkeit mehrmals jährlich in Abhängigkeit von der Tageslichtlänge ein. Freilebende Katzen können zwei- bis dreimal pro Jahr tragend werden. Während sich bei Hündinnen operative und medikamentelle Verhütungsmethoden die Waage halten, wird bei Kätzinnen überwiegend durch eine Operation verhütet.  Entgegen der landläufigen Meinung, daß weibliche Tiere sterilisiert und männliche Tiere kastriert werden, liegt der Unterschied nicht im Geschlecht des Tieres, sondern in der Art des operativen Eingriffs. Bei der Sterilisation wird die Passage der Keimzellen unterbrochen, indem beim männlichen Tier der Samenstrang, beim weiblichen Tier der Eileiter durchtrennt wird. Bei der Kastration werden die Keimzell-produzierenden Organe entfernt, also die Eierstöcke beim weiblichen Tier beziehungsweise die Hoden beim männlichen Tier. In der tierärztlichen Praxis wird üblicherweise kastriert, da diese Methode den Sexualzyklus endgültig und sicher unterbindet.  Bei freilaufenden Kätzinnen ist die Kastration die bestmögliche präventive Maßnahme, um einer ungewollten Flut von wilden Katzenwelpen Einhalt zu gebieten. Die Tierschutzvereine werben regelmäßig für diesen operativen Eingriff. Das Operationsrisiko ist sehr gering, die äußere Naht von ein bis zwei Zentimetern Länge heilt innerhalb weniger Tage.  Bei Hündinnen wird neben den Eierstöcken meist noch die Gebärmutter, die bei dieser Tierart sehr zu Entzündungen neigt, entfernt. Auch hier ist der Operations- und Heilungsverlauf meist komplikationslos. Allerdings sind bei der Hündin Nebenwirkungen möglich, die zum Teil rasseabhängig sind. Hier wird der Tierarzt im Einzelfall beraten. Häufigste Nebenwirkung ist die Gewichtszunahme, die durch Diät und ausreichende Bewegung vermeidbar ist.  Eine Alternative zur operativen Trächtigkeitsverhütung ist die medikamentelle Verhütung mittels Hormonpräparaten. Diese werden vom Tierbesitzer in Form von Tabletten regelmäßig eingegeben oder als Injektion im Abstand von fünf bis sechs Monaten vom Tierarzt verabreicht. Diese Art der Verhütung ist reversibel, das heißt, nach Absetzen der Hormonzufuhr normalisiert sich der Sexualzyklus wieder, so daß eine Trächtigkeit wieder möglich wird.
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Zahnhygiene bei Haustieren

Zahnhygiene sollte nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Haustieren eine Selbstverständlichkeit sein. Leider bemerken viele Hunde- und Katzenbesitzer Zahnprobleme bei ihrem Tier erst dann, wenn ihr Schützling durch starken Mundgeruch auf sich aufmerksam macht oder das Futter verweigert. In diesem Stadium sind dann bereits millimeterstarke Zahnbeläge und massive Zahnfleischentzündungen anzutreffen.


Für uns Menschen ist es selbstverständlich, ein- bis zweimal im Jahr zur Vorbeuge und Kontrolle den Zahnarzt aufzusuchen. Auch bei Hunden und Katzen sollte eine jährliche Gebißkontrolle zur Norm gehören. Die lästige und durch ihre Folgen auch schmerzhafte Zahnsteinbildung kann dadurch schon im Anfangsstadium beseitigt werden.
Zahnstein zeigt sich als gelb-brauner, rauher Belag auf den Zähnen. Als Vorstufe bildet sich ein weicher Plaque, der aus Speichelbestandteilen, Futterresten und Bakterien besteht. Darin lagern sich Mineralien ein, die zu einer extremen Verhärtung des Zahnbelages führen.
Schreitet die Zahnsteinbildung fort, entzündet sich das Zahnfleisch, später erkrankt auch das Zahnbett, da sich der Zahnstein unter das Zahnfleisch schiebt. In diesem Stadium fallen die Tiere durch unangenehmen Mundgeruch auf. Nachfolgend kommt es zu Eiterungsprozessen und einer schmerzhaften Lockerung der Zähne. Der rauhe Zahnsteinbelag führt an den Backenseiten der hinteren Zähne zu einer ständigen Reibung mit der Backenschleimhaut. Diese wird verletzt, entzündet sich und wird ebenso wie das verletzte Zahnfleisch zu einer idealen Eintrittspforte für Krankheitserreger. Bakterien gelangen auf diese Weise leicht in die Blutbahn und können sich vorwiegend an den Herzklappen und in den Nieren in Form von Abszessen festsetzen.
Offensichtlich haben manche Tiere eine besondere Veranlagung zur Zahnsteinbildung, da bei gleicher Fütterung die Zahnsteinbildung ganz unterschiedlich auftritt. Vorbeugend sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Neben dem gewohnten Fertigfutter kann ein Angebot von rohem Gemüse, Büffelhautknochen oder getrockneten Schweineohren den Kautrieb befriedigen und gleichzeitig Zähne und Zahnfleisch kräftigen.
Die Zahnsteinentfernung wird genau wie beim Menschen mit einem Ultraschallgerät durchgeführt. Allerdings lassen sich unsere Vierbeiner diese Prozedur nur unter Narkose gefallen. Durch die heute zur Verfügung stehenden Kurznarkosemittel ist der Eingriff auch für Risikopatienten weitgehend ungefährlich. Nach der gründlichen Entfernung der Zahnbeläge schließt sich eine Politur des aufgerauhten Zahnschmelzes an, der eine all zu rasche Zahnsteinneubildung verhindert. Gleichzeitig kann der Tierarzt feststellen, ob noch weitere Zahndefekte vorliegen, wie etwa durch Karies verursachte Löcher, die eine weiter zahnärztliche Behandlung erforderlich machen.
Bei regelmäßiger Zahnkontrolle kommt es meist gar nicht erst soweit. Bis ins hohe Alter ist es dadurch möglich, dem Hund gesunde und auch schöne Zähne zu erhalten. Wir wollen nicht vergessen: die "dritten Zähne" gibt es nur für den Menschen.

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Auch Maulkorbtragen will gelernt sein

TVT-Merkblatt: Maulkorbgewöhnung beim Hund
Auch der Umgang mit dem Maulkorb will gelernt sein. Daher hat die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) bereits im vergangenen Jahr ein Merkblatt zur Maulkorbgewöhnung beim Hund herausgegeben. Durch die gegenwärtige Diskussion über den künftigen Umgang mit Hunden und die auf den Weg gebrachten Gesetze und Verordnungen hat dieses Blatt eine besondere Aktualität erhalten. Das Merkblatt (Nr. 71) wurde vom Arbeitskreis 2 "Kleintiere" der TVT erarbeitet. Es enthält neben einer Anleitung zum Maulkorbtraining auch Angaben zu den Kriterien für einen passenden, tierschutzgerechten und sicheren Maulkorb. Das Merkblatt kann gegen Einsendung eines mit DM 1,10 frankierten Rückumschlages und einem Kostenbeitrag in Höhe von DM 2,-- in Briefmarken bei der Geschäftsstelle der TVT (Bramscher Allee 5, D-49565 Bramsche) angefordert werden. Das Merkblatt ist auch auf der Homepage der TVT


( http://www.tierschutz-tvt.de ) einzusehen.

Nicht jeder Hund ist in der Lage, sich mit einem Maulkorb anzufreunden. Neben einer geeigneten, gut sitzenden Form hängt die Akzeptanz im wesentlichen davon ab, ob und wie der Hund daran gewöhnt wurde. Dies ist von entscheidender Bedeutung, ob er seinen Maulkorb mit Gelassenheit, ja sogar mit Begeisterung trägt, oder ob er schon bei dessen Anblick in Panik oder Wut gerät. Nach den Ereignissen in der vergangenen Woche und den daraus resultierenden staatlichen Konsequenzen kann es für das Weiterleben eines Hundes entscheidend sein, ob er sich mit dem Maulkorb abfindet oder nicht. --> TVT-Pressemitteilung zur Kampfhundeproblematik vom 30. Juni 2000

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Katzenkiller Teebaumöl (22.02.2000)

(aho) Teebaumöl (Tea Tree Oil), botanischer Name: Melaleuca alternifolia, wird sowohl in der Human - als auch in der Veterinärmedizin immer beliebter. Dies beruht nicht zuletzt auf der irrigen Annahme, dass "natürlich" zwangsläufig "nebenwirkungsfrei" bedeutet. Unterzieht man Teebaumöl einer Gaschromatographie, so erkennt man, dass dieser angeblich so harmlose "Naturstoff" ein Gemisch aus einer Vielzahl potenter, pharmakologisch hochwirksamer Substanzen ist.
Teebaumöl wird immer häufiger auch völlig kritiklos bei Katzen z.B. gegen Flöhe eingesetzt, ohne dass sich die Tierbesitzer über die tierartspezifischen Unverträglichkeiten beraten lassen. Folge ist, dass immer wieder Katzen mit "Teebaumöl-Vergiftungen" in der Tierarztpraxis vorgestellt werden.

Näheres lesen Sie auf den Seiten von AHO im Beitrag: Katzenkiller Teebaumöl
http://www.animal-health-online.de/drms/teebaum.htmoder
http://freenet/sindern/teebaum.html

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